Amnesty-Gruppe Krefeld 1170: Wer wir sind und was wir

Unsere Gruppe

Engagement bei einer Mahnwache

Unsere Krefelder Gruppe trifft sich jeden zweiten Mittwoch, um aktuelle Fälle zu besprechen und Aktionen zu planen. Derzeit befinden wir uns im Geburtstagsjahr: Amnesty International wird 60 Jahre alt. Dazu laufen weltweit viele Programmpunkte, und wir in Krefeld haben am eigentlichen Geburtstag, dem 28. Mai, dazu mit einem Blumenbeet an der #Rhine-Side in Krefeld-Uerdingen unseren ersten Beitrag geleistet, um mit den Nelken einerseits an die Anfänge von Amnesty, andererseits an die Nelkenrevolution in Portugal zu erinnern.
Als der britische Anwalt Peter Benenson vor 60 Jahren im diktatorischen Portugal auf zwei Studenten aufmerksam wurde, die aufgrund ihres Anstoßens auf die Freiheit zu Gefängnis verurteilt wurden, veröffentlichte er in der britischen Zeitung Observer seinen Artikel „The Forgotten Prisoners“. Mit diesem „Appeal For Amnesty“ startete die weltweite Arbeit von Amnesty International mit den ersten Briefen an die Machthaber, um die Freilassung der Gefangenen zu fordern.
13 Jahre später gab es dann in Portugal die „Nelkenrevolution“, die am 25. April 1974 die autoritäre Diktatur von António de Oliveira Salazar beendete. Der Militärputsch verlief weitgehend widerstandslos. Die Revolution verdankt ihren Namen den roten Nelken, die Frauen aufständischen Soldaten in die Gewehrläufe gesteckt hatten. Danach war der Weg frei für ein demokratisches Portugal. Der mit Nelken bepflanzte Blumenkübel erinnert so an die mit Portugal verbundene Gründung von Amnesty International und die später erfolgte friedliche Nelkenrevolution.

Zu den weiteren Aktionen im Geburtstagsjahr zählten und zählen in Krefeld u.a. unsere Radtour für die Menschenrechte, eine Malaktion an der Paul Gerhardt Grundschule, „eine Art Revue“ im Südbahnhof oder unsere Beteiligung an der Kinderexpo.

Malaktion
Malaktion an der Paul Gerhardt Grundschule

Außerdem arbeiten wir weiterhin unermüdlich für die  Freilassung von gewaltlosen politischen Gefangenen, u.a. für drei weibliche Gefangene im Iran, Nasrin Sotoudeh, Yasaman Aryani und Monireh Arabshahi. Die beiden letzteren Frauen hatten Aktionen gegen den Kopftuchzwang durchgeführt und so gegen das Verschleierungsgesetz verstoßen. Wegen „Anstiftung zu und Begünstigung von Verdorbenheit und Prostitution“ wurden sie zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt. Die Anwältin Nasrin Sotoudeh wurde 2018 verhaftet, weil  sie andere Frauen, die sich ebenfalls gegen den Kopftuchzwang zur Wehr gesetzt hatten, vor Gericht verteidigt hatte. Sie wurde zu 38 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt.

Mehr dazu können Sie auf unseren Seiten hier dazu lesen:
Nasrin Sotoudeh, Yasaman Aryani und Monireh Arabshahi.